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	<title>soundbuero.de &#187; Markus&#8217; Kolumne</title>
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		<title>Bitte mehr Platten hören!</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 10:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Markus]]></category>
		<category><![CDATA[Markus' Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Platten]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle hören Musik. Als MP3 auf dem Rechner, auf CD über eine kleine oder große, dicke Anlage, im Radio&#8230; manche Leute sollen sogar tatsächlich hin und wieder ein Tape laufen lassen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Ich habe mich selber auch schon dabei erwischt: Für umgerechnet Eineurofünfzigcent musste ich &#8220;The Boatman´s Call&#8221; von Nick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle hören Musik. Als MP3 auf dem Rechner, auf CD über eine kleine oder große, dicke Anlage, im Radio&#8230; manche Leute sollen sogar tatsächlich hin und wieder ein Tape laufen lassen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Ich habe mich selber auch schon dabei erwischt: Für umgerechnet Eineurofünfzigcent musste ich &#8220;The Boatman´s Call&#8221; von Nick Cave unbedingt aus einem bulgarischen Raubkopiererladen mitnehmen. Natürlich war der Sound scheiße, und die Nebengeräusche einer osteuropäischen Billigkassette waren fast lauter als der Sound selbst, aber hey&#8230; geniale Musik fast umsonst! Mittlerweile habe ich das Ding so oft gehört, dass nur noch ein dumpfes Rauschen aus den Boxen wabbelt, wenn ich das Tape einschmeiße.<span id="more-406"></span><br />
Ähm&#8230; zurück zum Thema. Platten hören! Vielleicht scheint es ein bisschen reaktionär, sich in einem Onlineartikel über etwas so angestaubtes, unhandliches und oft komisch riechendes wie eine LP aus Vinyl auszulassen. Wenn man es dann aber mal probiert, wird das Anhören von Schallplatten aber fix zur Sucht.<br />
Du setzt dich vor deine Plattenkiste, kramst ein wenig drin herum und nimmst wahrscheinlich etwas ganz anderes raus, als du eigentlich vorhattest, weil eines der unwahrscheinlich großen Cover dich extrem angrinst. Vorsichtig fischst du die weiße Papierhülle aus dem Inneren und nimmst die Platte raus. Das CD-Format ist dagegen ein Witz, deine Schallplatte ist groß, schwarz, böse und im besten Fall bis zu 180 Gramm schwer. Zack. Du legst auf und stellst den Plattenspieler an, der Kaventsmann fängt an, sich langsam und selbstbewusst zu drehen. Die Nadel legst du freihändig auf und ein ziemlich leises &#8220;ssssss&#8221; erklingt, manchmal auch ein kleines Kratzen, dass jeden Moment von lauter Rock/Punk/HipHop/Reggae/Country oder sonstwas für einer Musik übertönt werden wird.<br />
Du zitterst schon vor Gier, die dieses kleine Intro jeder LP bei dir erzeugt und wirst Sekunden später erlöst. Organisch und unglaublich echt kommen die Drums, Gitarren klingen, als hättest du deinen Kopf direkt vor einem Marshall-Turm geparkt und unwillkürlich reißt du deine Anlage nochmal um 30 Prozent auf, um die Bässe noch bässer fühlen zu können! Du lässt dich in deinen Sessel fallen und steckst dir die Tüte an, die du extra für dieses Gelegenheit gebastelt hast und versackst für die Dauer mindestens eines ganzen Albums komplett im Sound deiner Wahl.<br />
Ja verdammt, es ist dreimal umständlicher, als den Rechner anzumachen (der wahrscheinlich eh die ganze Zeit läuft &#8211; seien wir ehrlich) und mit einem Klick alles anzuschmeißen, was es überhaupt gibt. Aber scheiße, es kommt nicht so fett wie von Pladde, ob Jan Delay, Stones oder Slayer. Für einen Plattenspieler ist Plattenspielen kein Nebenjob, sondern Bestimmung, also gesteht es ihm zu und zieht euch den Scheiß bitte mal rein!</p>
<p><strong>Letzte Einkäufe &amp; Tips:</strong><br />
(<em>nicht nur LP, versteht sich</em>)</p>
<blockquote><p><strong>Flogging Molly &#8211; Within A Mile Of Home</strong><br />
Irish Folk gemixt mit Punkrock aus LA. Erzeugt <strong>sofort</strong> Brand nach Whiskey &amp; auch bei friedlichen Menschen einen unerklärlichen Drang, alles kurz und klein zu hauen oder wenigstens zu pogen und zu springen, bis das Blut aus der Nase tropft. Zwischendurch auch melancholische, ruhige Sachen (&#8220;Factory Girls&#8221; &#8211; hach, wie schön&#8230;). Schneller Überblick:  Mitsingfaktor fast unschlagbar, hochmelodisch und voll nach vorne.<br />
<strong>Website: </strong><a href="http://www.floggingmolly.com" target="_blank">floggingmolly.com</a><strong><br />
</strong> <strong>MySpace: </strong><a href="http://www.myspace.com/floggingmolly" target="_blank">myspace.com/floggingmolly</a> (&#8220;Tobacco Island&#8221; online &#8211; anchecken!!)</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Zeke &#8211; ´Til The Livin´ End</strong><br />
Auch auf die Gefahr hin, einseitig zu werden: Noch mehr Punkrock, diesmal aber von der wildesten Sorte. Es gibt von den vier bescheuerten Drogenopfern aus Seattle von Anfang bis Ende voll auf die Nuss; neben drei, vier oberfiesen Midtempotracks gibt es ausschließlich Höchstgeschwindigkeit. Der Gitarrensound ist ein brüllendes Inferno, der Gesang auch und&#8230; der Rest im Prinzip auch. Vom Text versteht man fast gar nix, aber wer will das schon? Das hier ist brutal. Wer auf vertonte Aggression bei trotzdem bester Laune abfährt, kennt Zeke eh schon lange oder muss es jetzt in Angriff nehmen!<strong><br />
</strong><strong>Website: </strong><a href="http://www.zekeyou.com" target="_blank">zekeyou.com</a><br />
<strong>MySpace: </strong><a href="http://www.myspace.com/zeke" target="_blank">myspace.com/zeke</a> (&#8220;Lords Of The Highway&#8221;)</p></blockquote>
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