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Review: Deichkind – Arbeit nervt

28. Oktober 2008 · 5 Comments · Kritiken

Deichkind - Arbeit Nervt

Deichkind - Arbeit Nervt

 

Deichkind vollzog in den letzten Jahren eine Wandlung wie kaum eine andere Band. Vom deutschen HipHop-Nordlicht um 2000 zur Electrotechnoballerband im Jahre 2006.  Nach den ersten schweren Gehversuchen im Jahre 2005 mit dem Song “Electric Super Dance Band” beim Bundesvision Songcontest von Stefan Raab, bei dem ihr neuer Stil noch klanglos auf dem letzten Platz unterging, schaffte es “Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)” ein Jahr später im Wahnsinnstempo zum absoluten Club- und Partyhit. Mit ihrem Album “Aufstand im Schlaraffenland” machte sich Deichkind danach dann auf den Weg und brachte Clubs und Festivalbühnen mit ihrem Sound und verrückten Liveshows zum Beben.

Vor gut einer Woche erschien dann ohne Buddy, dafür mit dem neuen Bandmitglied Ferris MC, der neueste Streich in Form des Albums “Arbeit Nervt“. Nicht nur Fans der elektronischen Musik werden ihren Spaß damit haben.

Mit “Hört Ihr Die Signale” wird einem direkt zu Anfang ein Brett vor den Kopf bzw. in die Ohren geworfen, dass einem fast Hören und Sehen vergeht. Im ersten Moment fällt es einem schwer darauf einzugehen, doch spätestens beim zweiten Hören ist eine gewisse Partylaune nicht mehr zu unterdrücken. Die Technoballerbeats nehmen auch die nächsten Tracks von der bekannten ersten Single “Arbeit Nervt” , über die Hassliebeserklärung “Ich und mein Computer” bis zu “23 Dohlen” nicht ab. 

Darauf folgt dann mit dem Track “Luftbahn” ein Song, der für Deichkind-Verhältnisse schon fast nach einer “elektronischen Ballade” klingt. Schwebend und schwerelos entführen einen Deichkind in Welten, die man von ihnen so nicht erwartet hätte. Danach geht es allerdings in gewohnter Manier weiter, während man sich u.a. über zwei eher schlechte Skits gefolgt von obszönen Truckerspielchen zu weiteren Albumhighlights wie “Hovercraft” (eine garantierte Livebombe) und “Urlaub vom Urlaub” gehört hat. 

Insgesamt bietet das Album viel. Viel Party, viel Spaß und zum Glück nur wenig Ausfälle. Sieht man von den Skits ab, wären sicherlich 9 Punkte drin gewesen, so muss sich “Arbeit Nervt” allerdings mit 8 begnügen. Am Ende noch ein Hinweis auf den ebenfalls sehr hörenswerten Bonustrack “Dr. Insektor”, den ihr entweder hier im soundbuero oder auf der Single zu “Arbeit Nervt” hören könnt.

Wertung: 8/10

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Deichkind – Arbeit Nervt

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5 Kommentare wurden bisher abgegeben ↓

  • daburna

    Großartig. Ferris ist zurück. Der Song burnt!!! Auch wenn ich diese ganze Electrosache überhaupt nicht mag. Aber ich mochte Deichkind auch nicht als sie Bon Voyage gemacht haben oder T2, wobei teilweise war da schon hörenswertes dabei. Naja. Whatever. Schön, daß die nichts auf meine Meinung geben und weitermachen :-P
    Und ja Arbeit nervt!

  • Matthias

    Zu ihren HipHop-Zeiten fand ich die Deichkinder auch schon echt gut. Aber zum Glück haben die Jungs sich nun in eine Richtung entwickelt, in der sie noch bessere Musik machen. Schade nur, dass Buddy nicht mehr dabei ist!

  • Ein Haufen Links

    [...] MP3s » Review: Deichkind – Arbeit nervt » soundbuero.de – Dem Soundbüro gefällt das neue Deichkind Album. [...]

  • 2hochn

    Deichkind Album: taugt!

  • Deichkind - Arbeit nervt (Album)

    [...] Weitere Meinungen gibts bei strate.at, mainstage.de, indiestreber.de, schimäre und im soundbuero.de. [...]

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